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Wandern zur Bastei: Leichte Wanderung von Wehlen durch die Sächsische Schweiz

Diese Tour ist nicht sonderlich anstrengend, aber sehr schön

Etwa 1,5 Millionen Touristen besuchen jährlich die Bastei in der Sächsischen Schweiz
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Seit gut einem Jahr lagen sie in unserem Schrank herum: Tagestickets für die S-Bahn in die Sächsische Schweiz. Anfang der Woche entschieden wir uns endlich dazu, sie auch mal zu nutzen. Also verbrachten wir einen schönen Tag im Elbsandsteingebirge, von dem wir euch die Bilder zeigen möchten.

Am Tag zuvor suchten wir uns eine schöne Wanderroute aus. Diesmal entschieden wir uns für eine Wanderung über Wehlen zur Bastei und von Rathen aus zurück nach Wehlen.

Glücklicherweise schlug die Hitzewelle an diesem Tag nicht ganz so erbarmungslos zu wie noch in den Wochen zuvor. Nur rund 30°C im Schatten waren im Vergleich zu den anderen Tagen dann doch recht „angenehm“ zum Wandern.

Mit der S-Bahn landeten wir in Wehlen…
…anschließend setzten wir mit der Fähre über

Vom Wehlener Grund zum Steinernen Tisch

Als wir am Morgen durch den fast menschenleeren Wehlener Grund und weiter durch den Zscherregrund wanderten, war es aufgrund der Beschattung sogar noch richtig frisch. Beste Voraussetzungen also für einen schönen Tag in der Sächsischen Schweiz, der natürlich auch noch reichlich Sonne bereithalten sollte.

Wir folgten die ganze Zeit über der Beschilderung zum „Steinernen Tisch“, roter Punkt auf weißem Untergrund. So ruhig wie zu Beginn blieb es allerdings nicht immer. An einer Weggabelung stießen von einem Moment auf den anderen plötzlich drei, vier andere Wandergrüppchen, E-Biker und Fahrradfahrer zu uns. War blöd gelaufen, weil wir eigentlich vorhatten, ein paar Fotos mit Langzeitbelichtung von uns zu machen.

Grün und ruhig – so beginnt die Wanderung zur Bastei

Kurz darauf kamen wir an eine Art Lichtung. Die Sonneneinstrahlung war perfekt und tauchte das Grün zwischen den Felsen in ein fast schon magisches Licht. Gefehlt hätte nur noch eine Fee, die uns drei Wünsche erfüllen will.

„Normale“ Wanderer würden für die Strecke zum Steinernen Tisch eine gute Dreiviertelstunde brauchen. Allerdings hielten wir an jeder Ecke an, um Fotos zu machen, also waren wir am Ende mit an die 1,5 Stunden dabei. Wären wir kürzer unterwegs gewesen, dann wäre uns auch dieses Erlebnis durch die Lappen gegangen…

Die Gaststätte am Steinernen Tisch eignet sich nicht mehr zum Einkehren, denn sie ist bereits seit Mai 2012 geschlossen

Nacktwanderer in der Sächsischen Schweiz

Kurz hinter dem Steinernen Tisch kam uns doch tatsächlich eine Gruppe Nacktwanderer entgegen und grüßte uns nett. Nur waren wir so perplex, dass wir gleich gar keinen Ton rausbekamen. Die rüstigen Rentner, im Nachhinein auf fünf Männer und eine Frau von uns geschätzt (wir waren mit zum Boden starren beschäftigt…), waren lediglich mit Rucksäcken und Wanderschuhen bewaffnet und liefen nackig durch den Wald, als wäre es das Normalste überhaupt.

Gut, wir sind alle nackt auf die Welt gekommen, bisschen unangenehm war es uns trotzdem. Aber jedem das Seine. Wir kannten den Trend schon aus der Zeitung, waren echten Nacktwanderern jedoch noch nie in freier Wildbahn begegnet.

Schnell durchhuschen, denn ein bisschen schwer ist der Felsen schon

Massentourismus auf der Bastei

Konnten wir die meiste Zeit über noch weitestgehend unbehelligt die Natur genießen, sollte sich das an und auf der Bastei schlagartig ändern. Reisebusse laden reihenweise Touristen dort oben ab. Dementsprechend groß ist der Andrang auf den Aussichtsplattformen der Bastei.

Schön ist irgendwie anders, aber die geniale Aussicht von der Brücke entschädigt dann doch teilweise für das Gruppenkuscheln.

Die Bastei ist an schönen Tagen gerammelte voll – viele Leute fahren mit Bussen oder Auto an die historische Sehenswürdigkeit in der Sächsischen Schweiz ran

Deshalb können wir euch nur empfehlen, schon am frühen Morgen an der Bastei anzukommen, wenn ihr einen ungestörten Blick ins Tal genießen und Bilder machen wollt. Oder am Abend, wenn die letzten Busse abgefahren sind.

Wandern von Rathen nach Wehlen

Der Abstieg war für uns wie immer die größte Herausforderung. Bergab staucht es dann doch ganz schön in den Knien, wenn es so steil nach unten geht.

Als Belohnung für die „Schinderei“ gönnten wir uns unten in Rathen ein leckeres Softeis, bevor wir gemütlich auf dem Elbweg nach Wehlen zurückwanderten. Alles in allem brauchten wir für die auf 4 Stunden ausgelegte Wander-Tour rund eine Stunde mehr, aber dafür kehrten wir mit vielen schönen Bildern zurück.

Wenn ihr unsere Tour auch wandern wollt, dann findet ihr hier die genaue Beschreibung. Wir wünschen euch viel Spaß!

Noch mal schnell den Lageplan checken, damit wir uns nicht verlaufen.

Im Zentrum von Wehlen lädt dieser Brunnen zur Abkühlung ein.

Die Ausschilderung zur Bastei ist vorbildlich.

Nur 10 Minuten Fußweg und ihr gelangt zu dieser Aussicht mit Blick über Wehlen.

Hier bitte weiter rechts halten, um zum Steinernen Tisch zu gelangen.

Ausspannen in der Sächsischen Schweiz ist partiell möglich, aber immer wieder begegnet man anderen Wanderern.

Aus einem breiten Felsspalt fällt Sonnenlicht auf den Wanderweg.

Hin und wieder nehmen wir uns Zeit für ein kleines Fotoshooting.

Ein Hauch von Märchenwald, oder?

Einen Sprint durch den Wald kann man mal machen.

Stufen gab es nur wenige auf unserer Wanderung zur Bastei. Die meiste Zeit über ist der Weg eben.

Das Berghotel thront über der Bastei, ist aber nicht ganz billig. Eine Nacht im September kostet im Doppelzimmer z.B. 174 Euro.

Ganz schön was los auf der Basteibrücke.

Liebesschlösser dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Kollektiver Blick nach unten ins Elbtal.

Blick auf Rathen, das von der Bastei aus über etliche Treppenstufen zu erreichen ist.

Hier ist offenbar ein Felsen abgegangen. Hoffentlich stand da keiner drunter.

Die Sächsische Schweiz ist ein Geflecht aus atemberaubenden Steinsformationen.

Auf der Außenterrasse des Berghotels lässt es sich herrlich entspannen.

Die Bastei aus einer anderen Perspektive.


Die Aussichtsplattform wurde im Jahr 2017 zunächst temporär und schließlich dauerhaft gesperrt, weil der Felsen Verwitterungserscheinungen aufweist. Nun soll eine 20 Meter lange und 3,5 Meter breite Carbonbeton-Plattform gebaut werden, die auf intaktem Fels aufliegt.

Ein wahnsinnig schöner Blick über das Elbsandsteingebirge.

Diese Treppenstufen führen runter in den Kurort Rathen.

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