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Unser Kamera-Equipment: MFT als Leichtgewicht für die Reisefotografie

Darum nehmen wir eine kleine Systemkamera und keine klobige Spiegelreflex

Mirror-Selfies gehen immer
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Wir bezeichnen uns gern als „Teilzeit“-Reiseblogger, weil wir nicht so oft auf Reisen sind, wie ihr vielleicht denkt. Vieles spielt sich in der Nachberarbeitung am heimischen Computer ab. Aber wenn wir mal wieder in die weite Welt ausschwärmen, dann versuchen wir, mit leichtem Gepäck zu verreisen. Gelingt uns nicht immer, aber zumindest achten wir bei unserer Fotoausrüstung auf eine gute Mischung aus Nutzen, Gewicht und natürlich Preis. An dieser Stelle verraten wir euch, welche Kamera, welche Objektive und was für Fotozubehör wir immer mit dabei haben. Nur so viel vorab: Wir stehen auf MFT!

Neulich erst haben wir in einem Youtube-Video eines ambitionierteren Fotografen gehört, dass er sich zuerst die benötigten Objektive aussucht und sich erst danach für eine passende Kamera entscheidet.

Nun sind wir eher semi-professionell unterwegs, so viel Ehrlichkeit muss sein, und wollen auch nicht jedes Pixel nachzählen. Für uns zählt einfach, dass die Fotos gut werden; schön anzuschauen sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Obendrein haben für uns als Reiseblogger und Hobbyfotografen Dinge wie das Gewicht und der Preis einen höheren Stellenwert als vielleicht für Studio-, Tier- oder Sportfotografen. Auch die Optik spielt eine kleine, wenn auch untergeordnete, Rolle. Auf Instagram-Pics sieht eine stylische Kamera im Retro-Look einfach besser aus, als eine klobige Spiegelreflexkamera ohne „Seele“.

MFT – Klein, aber oho

Lange Rede, kurzer Sinn: Unsere Wahl fiel auf MFT, die Abkürzung für das Micro Four Thirds System. Es ist eines der kleinsten Systeme mit einer ordentlichen Auswahl an Objektiven und einer Bildqualität, die für uns absolut ausreichend ist.

Der Sensor ist kleiner als die, die in typischen APS-C (z.B. die Canon EOS M100 Anzeige) oder gar Vollformatkameras (z.B. die Sony Alpha 7M2 Anzeige) zum Einsatz kommen. Deshalb können die MFT-Kameras deutlich kompakter gebaut werden, sind in der Theorie allerdings nicht ganz so gut für Schummerlicht geeignet. In Sachen Megapixeln ist bei 20 MP Schluss. Auch müsst ihr einen Crop-Faktor von 1:2 mit einrechnen. Umgerechnet auf das klassische Kleinbildformat ergibt sich bei einer Brennweite von 12 mm also ein Bildausschnitt, der 24 mm entspricht.

Zuerst landeten wir bei Olympus und zwar dem Modell PEN E-PL7. Ein super tolles Teil, mit dem wir in Prag und Florida richtig tolle Bilder gemacht haben. Leider brach uns kurz vor Ende der Garantie das Batteriefach ab, was bei Olympus-Kameras nicht ungewöhnlich sein soll. Deswegen wagten wir vor einigen Monaten den Wechsel zu Panasonic.

Jetzt nennen wir eine Panasonic DMC-GX80 Anzeige unser Eigen. Die ist zwar nicht ganz so sexy wie die Olympus, aber steht für unser rein subjektives Empfinden der Bildqualität in nichts nach. Ganz im Gegenteil, auf einer Hochzeit haben wir ganz fabelhafte Fotos geschossen, wenn man bedenkt, dass die Lichtverhältnisse alles andere als optimal waren.

Die Lichtverhältnisse waren schlechter, als es auf diesem Bild aussieht

Mit der Kamera können wir nun auch 4K-Videos drehen, falls wir das jemals vorhaben sollten, sie hat einen Viewfinder (hatte die Olympus nicht) und einen 5-Achsen-Bildstabilisator (die PEN hatte nur 3), um in lichtschwachen Situationen noch möglichst lange aus der Hand knipsen zu können. Alles in allem sind wir sehr zufrieden.

Beide Kameras haben den vergleichsweise günstigen Anschaffungspreis gemeinsam. Kostet die Panasonic aktuell rund 500 Euro, gibt es den Nachfolger der Olympus, die E-PL8 Anzeige, sogar schon zum Schnäppchenpreis von 350 Euro. Einen günstigeren Einstieg in die MFT-Welt werdet ihr kaum finden.

Unsere MFT-Objektive für Allroundzwecke

Ohne ein ordentliches Objektiv ist die beste Kamera wertlos. Wir setzen während unserer Urlaube auf eine Kombination aus Festbrennweite und Reisezoom.

Unsere Panasonic Lumix 25 mm/1.7 Anzeige Festbrennweite (durch den Crop-Faktor entspricht das also 50 mm) ist eine treue Begleiterin für die Abendstunden. Überzieht schon langsam ein Dämmerlicht die Stadt, dann gelingen mit dem Lumix noch schöne Fotos, die oft so aussehen, als seien sie am hellichten Tag entstanden.

Mehr zum Thema: Welche Vor- und Nachteile haben Festbrennweiten?

Die Panasonic GX80 nehmen wir mit auf Reisen

Ansonsten schwören wir auf eine Premiumlinse aus dem Hause Olympus. Und zwar das 12-40 2.8 Pro Anzeige (24-80 mm). Das ist nicht ganz so lichtstark, besitzt aber andere Stärken. Das Objektiv ist extrem stabil aus Metall gefertigt und sowohl staub- als auch spritzwassergeschützt. Cool ist aber vor allem, dass es sehr flexibel einsetzbar ist. Für Streetphotography genauso wie für Porträts oder Landschaft. Dadurch entfällt das lästige Mitschleppen von noch mehr Objektiven. Wer will schon immer 5 Kilo Ausrüstung dabei haben?

Der Nachteil ist der recht hohe Preis von 500-700 Euro, je nachdem, bei welchem Händler ihr euch umschaut. Die Festbrennweite kostet hingegen lediglich knapp 160 Euro. Wir haben unseres bei HDEW Cameras in England geordert.

Was wir sonst noch an Fotoausrüstung dabei haben

Nichts ist ärgerlicher, als wenn nach 300 Fotos der Akku schlapp macht. Aus diesem Grund haben wir immer Ersatzakkus dabei.

Tipp: Schaut euch auch nach Alternativen von Fremdherstellern um, die meist etwas preiswerter sind.

Sollte es mal etwas später werden, haben wir immer ein Stativ im Rucksack. Allerdings nur ein kleines Reisestativ, das sich platzsparend verstauen lässt.

Unsere Kameratasche haben wir nun schon einige Jahre. Wir werden uns aber sicher noch eine neue holen, da sie uns im Prager Regen trotz Regen ziemlich im Stich gelassen hatte.

  • Linsen-Reinigungsset

Einmal kurz an die Linse gekommen und schon ist ein Fettfilm drauf. Nervig hoch zehn! Darum haben wir auch immer mindestens ein Microfaserputztuch Anzeige sowie spezielles Reinigungsmittel Anzeige dabei.

Klein, billig, aber soooo praktisch! Kauft euch einen Objektivdeckelhalter, dann wandert das Ding nicht immer lose in die Tasche zurück, sondern bleibt immer griffbereit am Objektiv.

Was wir uns vor unserem New York Urlaub im Dezember noch kaufen wollen, ist eine zweite Festbrennweite. Dort ist ja alles riesig und um möglichst viel aufs Bild zu bekommen, ohne arm dabei zu werden, soll das Sigma 16mm F1.4 Anzeige oder das Summilux 15mm 1.7 Anzeige unser Kameraequipment ergänzen.

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