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New York Subway erklärt: So funktioniert die Metro

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Mit 25 Linien, 472 Bahnhöfen und über 1355 Kilometern Gleis gehört das Netz der New Yorker U-Bahn zu den längsten und zugleich komplexesten Netzen weltweit. Schaut man sich den Liniennetzplan an, kann man schon mal verzweifeln.

Damit bei eurer Reise in den Big Apple nichts schiefgeht und ihr entspannt (soweit das in dieser hektischen Metropole möglich ist) von A nach B kommt, wollen wir euch heute das System dahinter erklären, das gar nicht so kompliziert ist, wenn man es einmal verstanden hat.

Eröffnet wurde es vor mehr also 100 Jahren am 27. Oktober 1904, was es zu einem der ältesten U-Bahn-Netze der Welt macht. 4,9 Millionen Fahrgästen werden pro Tag durch die Gegend gefahren, sodass es euch nicht überraschen dürfte, dass es in den Zügen manchmal echt voll werden kann.

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Eine Verbindung von Manhattan, Brooklyn, Bronx und Queens

Verbunden werden mit den Zügen und Bussen die vier Stadtteile Manhattan, Brooklyn, Bronx und Queens. Ein Einzelfahrschein kostet 2,75 Dollar, jedoch empfehlen wir euch die Unlimited Ride MetroCard, die euch für 7 Tage $32 kostet und sich bereits ab 11 Einzelfahrten rentiert. Außerdem müsst ihr noch $1 für die Karte an sich zahlen, die ihr beim nächsten Aufenthalt in New York jedoch wieder aufladen und erneut nutzen könnt.

Tipp: Beim Kauf einer MetroCard werdet ihr am Automaten nach eurem ZIP Code (Postleitzahl) gefragt, wenn ihr mit einer Kreditkarte bezahlt. Gebt einfach die 99999 ein und das System erkennt, dass ihr nicht aus den USA kommt.

Express oder Local Train?

Die Linien haben Buchstaben (A, B, C usw.) und Zahlen (1, 2, 3 usw.) und verkehren in der Rush Hour alle 2 bis 5 Minuten, in der Nacht je nach Linie deutlich seltener.

Unterscheiden müsst ihr unbedingt den Express vom Local Train. Während der erste nur an den wichtigsten Haltestellen einen Stopp einlegt, hält der Local Train an jeder Haltestelle auf dem Weg, was die Fahrtzeit verlängert. Express Trains sind mit einer Raute gekennzeichnet, bei den Local Trains befinden sich die Buchstaben oder Zahlen in einem Kreis.

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Auf dem Liniennetzplan gut zu erkennen sind auch die verschiedenen Arten der Haltestellen. Manche werden nur an den Wochentagen bedient, manche nur während der Rush Hour und manche wiederum nur während des Wochenendes. Expresszüge halten nur an den Stationen mit weißen Kreisen, die schwarzen stehen für die „normalen“ Haltestellen.

Um es uns einfacher zu machen, haben wir auf den Routenplaner von Google gesetzt. Der zeigt zum Glück die schnellste Verbindung an und machte es uns einfach, wenn wir zwischendurch umsteigen mussten. Denn bei 25 Linien gibt es jede Menge Möglichkeiten, um an sein Ziel zu kommen.

Mittlerweile gibt es an allen Subwaystationen Handyempfang und kostenloses WLAN. Da wir eine Flatrate hatten, haben wir diesen Service jedoch nicht genutzt. Unsere US-Simkarte hat in den Stationen übrigens super funktioniert und wir hatten keine Probleme mit unserer Verbindung, die selbst unter der Erde sehr schnell war.

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Downtown oder Uptown?

Bei 472 Bahnhöfen in der ganzen Stadt müsst ihr eigentlich nie lange bis zur nächsten Haltestelle laufen. Jedoch müsst ihr darauf achten, in welche Richtung eure Reise geht. So stehen an den Eingängen der Stationen nicht nur die Linien, sondern auch gleich die Richtungen in die sie fahren, zum Beispiel „Downtown & Brooklyn“ oder „Uptown & The Bronx“.

Wenn es nicht die richtige Richtung ist, müsst ihr euch einen anderen Eingang suchen, der meist auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu finden ist.

Doch wie bekommt ihr raus, in welche Richtung ihr müsst? Ganz einfach! Schaut euch auf eurer Karte einfach das nächste Ziel an und überlegt, ob ihr nach Norden (Uptown) oder Süden (Downtown) wollt. Nehmt ihr zum Beispiel Linie N von der Wall Street bis zum Plaza Hotel, fahrt ihr in Richtung Uptown. Wollt ihr vom Rockefeller Center zum 9/11 Memorial, fahrt ihr mit der 1, 4, Q oder N nach Downtown.

Ziemlich einfach, oder?

Benannt sind die Linien nach ihrem Fahrtziel (die Flushing Line (7) fährt zum gleichnamigen Stadtteil Flushing) oder dem hauptsächlich befahrenem Straßenzug wie bei den Linien 7 Avenue (1, 2, 3) oder Broadway (N, Q, R, W).

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Mit der MetroCard könnt ihr außerdem die Seilbahn zu Roosevelt Island nehmen. Auch den AirTrain JFK zum Flughafen könnt ihr nutzen. Diese Fahrt ist jedoch nicht in der Unlimited Option inkludiert und kostet $5, wenn ihr ab/bis Jamaica oder Howard Beach Station fahrt.

Achtung! Bezahlt wird nicht am Flughafen, sondern an den beiden Stationen, ganz gleich ob ihr ein- oder aussteigt. Dafür braucht ihr keine weitere Karte, sondern könnt einfach eure MetroCard nutzen und mit $5 aufladen.


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Autor(in)

Der erste Flug meines Lebens endete 1993 zwar mit Ohrenschmerzen und Tränen, doch das hat meine Lust aufs Reisen nicht schmälern könnte. Wenn Martin und ich nicht gerade Urlaub auf Mallorca machen, versuchen wir gemeinsam die Welt zu entdecken. Travel Bucket List: Neuseeland, Kanada, Hawaii, Korfu und Formentera

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